Es ist eine der Nächte, wie ich sie schon so oft ertragen habe. Nächte, die einen nicht schlafen lassen. Nächte in denen es regnet, es kalt und windig in den Häuserschluchten zieht. Man gegen seinen inneren Schweinehund ankämpfen muss, um mit der alten Töle zum Geschäft verrichten hinauszugehen. Und das Schlimmste, in der Glotze kommt nur Müll.
Also streife ich meine Lederhose über, ziehe zwei Pullis übereinander an und die dicke Jacke, mit der ich wie ein heruntergekommener Freak aussehe. Wie einer der verlorenen Penner, die in diesen scheißkalten Nächten nicht an ihren angestammten Plätzen herumlungern, sondern, sich gegen ihren Willen, in irgend eine Notunterkunft zurückgezogen haben. Der Rüde wedelt sich doof vor Glück, als er mich in dieser Montur sieht. Der Griff zu meinen abgelatschten Sneakern läßt ihn laut bellen – nachts um drei.
