zur Gastronomie
Liebe Freunde, lange habe ich nichts mehr gepostet, lange nichts von mir hören lassen, doch jetzt kann ich mit Freude verkünden, dass ich eine herausragende Tätigkeit ausführe. Seit dem 1. November bin ich nun als Gastronomiefachmann im Landschloss Ernestgrün aktiv. Die Prioritäten liegen im Management, mit dem Schwerpunkt der Koordination der einzelnen grundlegenden Bereiche, wie z.B. Konzeptionen erstellen für die Gastronomie, planen von Veranstaltungen und alle damit verwandten Aufgaben, wie die Organisation für Service, Küche, Kartengestaltung, Inventuren und und und. Auf die Veranstaltungen, wie Lesungen, Liveauftritte usw. freue ich mich im Besonderen. Mein neuer Tätigkeitsbereich ist enorm umfangreich. Eine echte Herausforderung, bei der meine 35 Jahre Gastronomie-erfahrung und 30 jähriges Kulturwirken vollumfänglich zum Einsatz kommen. Doch erst mal heißt es: Hineinfuchsen in alle Bereiche und bestehenden Abläufe. Dabei bin ich sehr froh, dass ich die Chance habe mit einem hervorragendem Team und Chef arbeiten zu dürfen.

Eigentlich – ich mag diese Wort wirklich nicht, doch hier bekommt es ausnahmsweise eine Benutzungsberechtigung – also, eigentlich wollte ich ja nie mehr in der Gastronomie arbeiten, zu viele kritische Erfahrungen, besonders die der schlechten Zahlungsmoral, verleiteten mir diesen Berufszweig. Obwohl ich immer voller Leidenschaft als Gastronom und Barmeister arbeitete, nie auf die Uhr sah, war die Enttäuschung irgendwann derart heftig, dass ich diesem Gewerbe den Rücken kehrte und mich nur noch meinen Autoren-, Foto– und Filmtätigkeiten zuwendete. Website-Gestaltung und Designaufträge rundeten mein Portfolio ab.
Dass ich nun im Hotel Landschloss Ernestgrün tätig bin, liegt mit daran, dass ich in diesen alten Gemäuern und dem großen Park schon als Kind herumspringen durfte, als es noch im Privatbesitz meiner Verwandtschaft war. Zudem bildete sich durch die Verbundenheit mit Ernestgrün – seit jeher – eine meiner stärksten Wurzeln des Lebens. Hier kenne ich die Menschen, die Gepflogenheiten und die Wälder. Hier fühlte ich mich daheim. Es war der gelungene Gegenpol zu meiner Wahlheimat Berlin, die ich seit 1987 schätzen und lieben lernte. 2004 kaufte ich mir sogar mit meiner damaligen Freundin und seit 2020 wunderbaren Frau Beate, hier ein kleines schäbiges Häuschen an dem ich, wann immer es die Zeit zuließ, Stück für Stück ausbaute. Diesen Sommer nahm ich mir die Zeit um endlich den nackten Dachboden zu dämmen und wohnbar zumachen. Kein leichtes Unterfangen, aber nun eine echte Bereicherung.

Dann durfte ich mit einer kleinen Delegation unseren Ort Bad Neualbenreuth in unserer Partnergemeinde Val in Ungarn vertreten – wunderbare Tage bei herzlichen Freunden.

Kurz darauf nahm ich am ‚Herbstzauber‘, unserem jährlichen und überregional beliebtem Kartoffelfest am Sibyllenbad teil, wo ich aus meinem Buch ‚Dragonwulf und der König‚ vorlesen durfte. Ein Spaß für Klein und Groß.

Dabei kam es zum Kontakt mit der neuen Geschäftsführung des Schlosshotels, was tags darauf zu einem entspannten Treffen auf den Terrassen der Orangerie führte. Dort lernt ich den engagierten, neuen Geschäftsführer Wilfried Ley kennen. Wir verstanden uns auf anhieb gut und Fachsimpelten bald über Gastronomiethemen. Er lud mich ein den Betrieb kennenzulernen. Ich nahm die Aufforderung an. Und es ist toll hier …

Tja, ob es Fügung, Schicksal oder was auch immer gewesen ist, jetzt bin ich hier und freue mich auf die anspruchsvollen Aufgaben. Ich habe nicht Berlin den Rücken gekehrt, kehre aber ein Stück zurück zu meinen Wurzeln und das fühlt sich gut an.
